STADTMUSEUM WAIDHOFEN an der THAYA
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Handel - Handwerk - Zünfte

Waidhofen hatte als wichtigster Zentraler Ort des oberen Waldviertels ein starkes Marktleben.
Wochen und Jahrmärkte prägen seit Jahrhunderten den Hauptplatz.
Als landesfürstliche Stadt erhielt Waidhofen schon früh besondere Vorrechte. Der älteste Markt war ein Körner und Viktualienmarkt, der jeweils an Samstagen stattfand. Im Museum sind mehrere Metzenbehälter mit denen das Getreide mengenmäßig gemessen wurde (Metzen=altes Hohlmaß) ausgestellt.

Das rege Wirtschaftsleben der Stadt führte auch zu einem vielfältigen Zunftleben. 1709 hatte Waidhofen 22 Zünfte und war damit nach Krems die bedeutendste Gewerbestadt des Waldviertels.

Zunfttruhen standen im Mittelpunkt regelmäßiger Treffen der Zunftmitglieder. Sie waren aus Holz gefertigt und mit Schnitzereien und Einlegearbeiten verziert. In der Zunfttruhe bewahrten die Zünfte Handwerksordnungen, Zunftbücher, Urkunden und die Geldbüchse auf. Eine Zunfttruhe der Fleischer wartet auf Sie als Ausstellungsstück, genauso wie eine Stammtischtafel der Färber. Diese Stammtischtafeln kennzeichneten im Wirtshaus den Stammtisch der jeweiligen Zunft.